Adventskalender

Adventskalender-Buch

 

Dies ist mein diesjähriger Kalender für meinen Freund. Diese Jahr wollte ich nicht einfach Gutscheine schenken, ich wollte ihm etwas Handfestes geben. Inspiriert von einem Adventskalender von Liebesfuchs, erstellte ich mir meinen eigenen Plan.

 

Die Planung

Ich wollte Streichholz-Schachteln der Grösse 4 x 6 cm oder 5 x 7cm erstellen. Um zu überprüfen, welche Variante besser ist, erstellte ich mir wie immer Prototypen der Schachteln aber auch des Buchumschlages aus einfachem Druckerpapier. Relativ schnell entschied ich mich für die grösseren Schachteln. Mit der Buchgrösse haderte ich länger, denn ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich ein quadratisches Buch à 18x18cm haben wollte oder ein Rechteck à 19x17cm. Als ich mich dann endlich für das Quadrat entschieden habe, arbeitete ich die Idee weiter aus. Ich erstellte einen Plan für das Falten der Schachteln, die Verteilung der Boxen auf den Buchseiten und wie ich aus einem Papier möglichst viele Schachteln herausholen kann.

Wie du sehen kannst, habe ich ein Buch geplant mit quasi einer Zwischenseite. Auf alle 4 Seiten findet sich Platz für je 6 Schachteln. In der Mitte ist 2cm Platz, damit man die Schachtel bequem aufschieben kann (damit der Finger Platz hat).

 

Die Schachteln

Die Schachteln bestehen aus 220g/m2 Papier in weiss und hellblau. Wie eine echte Streichholzschachtel bestehen sie aus zwei Teilen mit den Gesamtmassen A = 7x16cm und B = 9x11cm. Ich habe also 12 x Teil A in weiss, 12 x Teil A in blau, 12 x Teil B in weiss und 12 x Teil B in blau zurechtgeschnitten und mir diese bereit gelegt.

Anschliessend müssen alle gefalzt, gefaltet und zugeschnitten werden.

Bei Teil B (9x11cm) falzt man auf jeder Seite 2cm, faltet alle Falzen nach, schneidet bei den langen Seiten jeweils die Falz bis zum Schnittpunkt ein und schrägt die Kanten der Klebelaschen ab.

Bei Teil A (7x16cm) ist das Falzen etwas komplizierter. Da Teil A die Aussenhülle bildet, muss dieses auch etwas grösser sein als das Innenteil. Ich habe also an der langen Seite zunächst bei 2cm gefalzt und habe die Falz anschliessend bei dem Punkt vor der 16-Marke angelegt und bei der 21- und 23-Marke gefalzt (siehe Foto). Somit hat die Aussenhülle eine Höhe von 2cm und eine Fläche von etwas mehr als 5cm auf 7cm. Dies habe ich natürlich zuvor bei meinem Prototypen ausprobiert. Der Rest des Papierstreifens bildet dann die Klebelasche, diese wird noch abgeschrägt.

Anschliessend werden die Elemente zusammengeklebt, das sollte relativ selbsterklärend sein.

 

Die Deko

Die Schachteln müssen nun natürlich noch beschriftet werden. Ich habe die Zahlen mit meiner Big Shot ausgestanzt und auf ebenfalls ausgestanzten Kreisen festgeklebt. Diese Kreise habe ich anschliessend mit weiterem Deko-Zeugs (diverse kleinere Kreise, „Doilys“ oder Motiv-Papier) auf die Schachteln geklebt und die Schachteln mit Geschenk-Band verschlossen (das Band habe ich am Boden mit Washi-Tape fixiert).

 

Der Buchumschlag

Das Buch selbst besteht aus ca. 5mm dickem Well-Karton. Hierfür brauchst du:

  • 2 Stücke à 18 x 18 cm
  • 1 Stück à 9 x 18cm und
  • 1 Stück à 17.5 x 18cm

Die Karton-Stücke habe ich in weisses Papier eingefasst und mit einem Streifen blauem Papier gebunden (einfach die 18x18cm Stücke und dazwischen das 9x18cm Stück der Reihe nach hinlegen und dazwischen 5-7mm Raum lassen). Das 17.5 x 18cm Stück bildet einzige Buchseite und diese habe ich mit beidseitiger Klebelasche mittig ins Buch geklebt. Achte dabei darauf, das du die Seite noch bequem nach links und rechts klappen kannst. Zuletzt habe ich das Cover und den Rücken an der Aussenseite noch mit Motiv-Papier beklebt.

 

Das Finish

Nun sind wir schon fast am Ende. Ich habe die Schachteln vor mir auf den Tisch verteilt und versucht, eine gesunde Mischung aus Papier-Farbe und Geschenk-Band zu arrangieren. Als ich meine Reihenfolge festgelegt hatte, habe ich alle Schachteln ins Buch geklebt. Achtung: Anders als bei meinem Prototypen und in der Planung habe ich die Schachtel-Reihen dicht nebeneinander geklebt, der 2cm Spalt dazwischen habe ich natürlich beibehalten.

Sobald du eine Seite hast, kannst du die Platzierung der anderen Schachteln von der ersten Seite ableiten, damit das Buch auch von der Seite schön und regelmässig aussieht.

Zuletzt habe ich das Cover noch mit einem kleinen Sticker dekoriert und auf den Buchrücken „Calendrier de l’avent“ mit ausgestanzten Buchstaben geschrieben. Um das Buch zu verschliessen, habe ich ein graues Schleifen-Band darum gebunden.

Erst jetzt habe ich die Schachteln befüllt, das Geschenkband richtig verknotet und das überschüssige Band abgeschnitten. Nun ist er bereit zum verschenken!

 

Welche Geschenke?

Für mich war von Anfang an klar, das ich komplett auf Schokolade verzichten möchte. Mein Freund ist sehr gesundheitsorientiert und achtet sehr darauf, was er isst. Allerdings habe ich mir die Aufgabe damit nicht sonderlich leicht gemacht… Was kann man denn sonst noch in eine so kleine Box packen, wenn nicht Schokolade oder andere Süssigkeiten? Alles andere und alles Mögliche! Ich packte also meinen Prototypen in meine Tasche und ging in die Stadt, von Laden zu Laden und hielt Ausschau nach allem Kleinen, das in die Schachtel passt. Ich setzte mir ein ungefähres Limit von 5.- pro Geschenk, allerdings war ich da nicht sonderlich streng. Das Resultat war sehr vielfältig: von Lippen-Balm und Gesichtsmasken, über Armschmuck, Magnete und kleine Figürchen war alles dabei. Zwei Geschenke waren leider zu gross für die Schachtel aber zu gut, um sie nicht zu kaufen. Diese habe ich separat verpackt und in die jeweilige Schachtel ein Zettel mit „Paquet A“ oder „Paquet B“ gesteckt. Problem gelöst!

 

Ich hoffe, ich konnte dich mit dieser Anleitung inspirieren, und ich wünsche dir natürlich viel Spass beim Nachbasteln. Ein Adventskalender ist immer eine Fleissarbeit, jedoch zahlt es sich einfach 100-mal aus, sobald man die Freude in den Augen des Beschenken sieht. Zögere nicht zu fragen, falls etwas unklar ist!

Ich wünsche dir und deiner Familie ein wundervolles Fest und fröhliche Weihnachten!

 

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