japanische Blockbücher

8. Teil Blockbuch: Das Dreieck-Muster

Unser nächstes Muster hat insgesamt 22 Löcher und stellt ein Gebilde aus Dreiecken dar. Auch dieses habe ich auf Pinterest gesehen und an meine Bedürfnisse angepasst.

 

 

Für die Schablone brauchen wir dieses mal 3 Reihen: Die erste 0.5cm von der Kante entfernt, die zweite und dritte jeweils 1cm von der vorherigen Reihe entfernt. Folgende Lochabstände auf den einzelnen Reihen sind für eine Buchrücken-Breite von 14.8cm bzw. DIN A5 quer konzipiert.

1. Reihe: 1.4; 1; 2; 1; 1; 2; 1; 1; 2; 1; 1.4cm

2. Reihe: 3.4; 2; 2; 2; 2; 3.4cm

3. Reihe: 3.4; 1; 2; 1; 1; 2; 1; 3.4cm

 

Die Cover-Elemente habe ich aus Karton erstellt und mit blauem Papier eingefasst. Hierfür brauchst du zwei Stücke Karton in der Grösse DIN A5 (14.8 x 21cm). Ein Stück kannst du einfassen, ohne etwas daran zu machen. Beim zweiten Stück müssen wir einen Knick erstellen, damit sich der Buchdeckel öffnen lässt. Schneide hierzu einen 3 x 14.8cm breiten Streifen ab und einen weiteren von 0.3cm Breite (diesen kannst du entsorgen). Klebe nun die beiden Teile auf das Einfass-Papier mit 3mm Abstand dazwischen. Mit dem Abstand sollte es nun die selbe Grösse haben, wie das erste Cover-Element. Nach den Einfassen falze und klicke vorsichtig den vorbereiteten Knick mit einem Falzbein und klappe das Element einige male auf und zu. Die eingefassten Cover-Teile können anschliessend mit Hilfe der Schablone gelocht werden.

 

Für die Seiten verwendete ich wie immer 10 Bögen DIN A3 Papier (110g/m2). Diese werden in der Mitte zu A4 gefaltet und anschliessend in der Mitte geschnitten. Das ergibt am Schluss total 20 Stück DIN A5 quer mit seitlicher Falz. Die Seiten werden an der Falzkante mit Hilfe der Schablone gelocht. Erstelle dannach das Sandwich aus Rücken, Seiten und Cover und fixiere alles mit grossen Papier-Klemmen.

 

Als Nähfaden verwendete ich für dieses Projekt eine schwarze Baumwollschnur von „I am Creativ“. Diese Schnüre sind bereits relativ griffig und stabil, deshalb verzichtete ich auf das Bearbeiten mit Bienenwachs.

 

Wie immer ist hier ein Foto der Loch-Nummerierung. Dieses Projekt hat mit 22 sehr viele Löcher und ist dementsprechend kompliziert, manchmal auch wirr erklärt. Ich erkläre hier nur meine Näh-Reihenfolge, ich bin sicher viele Wege führen nach Rom. Habe Mut und experimentiere selbst etwas herum. Falls es nicht aufgeht, kannst du immer noch zurück nähen oder den Faden lösen und rausziehen.

 

Nun denn, wir starten: Stich von hinten nach vorne in Nr. 11 ein und fixiere das Fadenende auf der Rückseite an einem der Clips. Wir folgen nun einer der grossen Zig-Zag-Linie: Nähe von vorne nach hinten in 16, von hinten nach vorne in 19 und von vorne nach hinten in 22.

 

Nähe um die Seite und zurück in 22. Wir nähen uns in der selben Reihenfolge zurück: Von hinten nach vorne in 19, von vorne nach hinten in 16.

 

Nun erstellen wir das kleinere Dreieck darunter: Nähe von hinten nach vorne in 18, von vorne nach hinten in 20. Von hinten nach vorne in 21, von vorne nach hinten in 22 und von hinten nach vorne zurück in 21. In umgekehrter Reihenfolge zurück: Von vorne nach hinten in 20, von hinten nach vorne in 18. Anschliessend von vorne nach hinten in 21 und von hinten nach vorne zurück in 18.

 

Ich folge nun der unteren kleinen Zig-Zag-Linie: Von 18 stechen wir von vorne nach hinten in 16, von hinten nach vorne in 14. Von vorne nach hinten in 12, von hinten nach vorne in 10, von V nach H in 7, von H nach V in 6, von V nach H in 3, von H nach V in 2.

 

Und alles wieder Rückwärts: Von V nach H in 1, von H nach V in 2, von V nach H in 3, von H nach V in 6. Die untere Linie vollenden: Von 6 aus von V nach H in 2 und auf der Rückseite zurück in 6. Anschliessend im laufenden Stich weiter: 7 – 10 – 14 – 16.

 

Das obere kleine rechte Dreiecke entsteht ebenso eifach: Von 16 nähen wir hoch zu 11. Anschliessend weiter zu 13 – 15 – 17. Danach bei 19 einstechen, einmal um die Seite nähen, zurück in 19. Gleicher Weg zurück: 17 – 15 – 13. Und zu guter letzt noch die obere Linie vollenden: Von 13 nach 17 und zurück, weiter zu 11.

 

Nun folgen wir wieder der grossen Zig-Zag-Linie nach links. Von 11 nähen wir von V nach H in 7, von H nach V in 4. Bei Nr. 4 einmal um die Seite nähen, zurück in 4. Weiter: Von V nach H in 1, um die Seite nähen, zurück in 1.

 

Nun bleibt nur noch das obere kleine linke Dreieck: Die Arbeitsschritte sind wieder die selben: Von H nach V in 4, von V nach H in 5, von H nach V in 8, von V nach H in 9. Stich von H nach V in 11 und anschliessend zurück in 9. In umgekehrter Reihenfolge zurück: Von 9 nach 8 nach 5. Die Linie vollenden: 5 – 9 – 5.

 

Nun befinden wir uns schon auf der Zielgeraden: Von 5 nähe von H nach V in 4, von V nach H in 7. Das Muster sollte nun auf der Vorderseite komplett sein.

 

Drehe das Buch nun um und verknote die beiden Enden nahe den 11. Loch. Faden abschneiden und Knoten im Loch verstecken. Fertig ist dein neustes Blockbuch-Meisterwerk.

 

Ich habe die Frontseite noch mit einigen goldenen Pailletten und einem Spruch dekoriert, die Rückseite blieb schlicht. An dieser Stelle möchte ich mich für die „sprunghafte“ Bild-Erklärung entschuldigen. Entweder waren einige Fotos der Schritt-für-Schritt Erklärung nicht gut (z.B. verschwommen) oder ich habe während des Nähen vergessen, ein Foto zu machen. Ich hoffe dennoch, die Anleitung ist einigermassen verständlich.

 

PS.: Wenn du dieses Buch haben willst, kannst du es auf Papierfuchs kaufen.

 

2 Gedanken zu „8. Teil Blockbuch: Das Dreieck-Muster“

  1. Hi Sarah, a hug from Colombia, your instructions for Japanese binding have been very useful to me, I love how you explain the step by step, I will be reading to you in everything you post.

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